Karl Korab

Karl Korab wurde 1937 in Falkenstein, Niederösterreich als Sohn eines Försters geboren.

Nach dem Gymnasium in Horn und der Matura studierte er ab 1957 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Sergius Pauser.

1964 erhielt er das Diplom und den Abgangspreis der Akademie.

Korab erhielt zahlreiche Preise, darunter die Goldmedaille der III. Biennale Bozen (1969), den Kulturpreis des Landes Niederösterreich (1972), den Sandoz Preis (1972), das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (1997) sowie das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (2012). Seine Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen des In- und Auslandes. 

Seit 1960 hatte Korab zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, unter anderem: Galerie Ariadne (Wien), Galerie Jan Krugier (Geneve), Galerie Ernst Hilger (Wien), Aoki Gallery (Tokyo), Fisher Fine Art (London), Galerie Ulysses (Wien), Galerie Richard P. Hartmann (München), Kunsthalle Stockholm, Galerie Farber (Brüssel), Horn Gallery (New York).

Korab ist Vater von 3 Söhnen und lebt und arbeitet in Sonndorf bei Maissau.

 

„Korab ist ein Träumer, ein Verlorener, ein auf sich selbst Gestellter; ein die Realität Zurückweisender; ein malerischer Denker, ein Zweifler und Bejaher, ein Positivum und Negativum zugleich, ein Mitmensch, der sich weigert, den Gesetzen zu folgen, weil er weiß, weil er erfahren hat, daß Phantasie mehr ist als die Realität. Läßt sich die Kunst von Korab deshalb historisch so leicht einordnen, so gliedert sie sich deshalb so selbstverständlich aus dieser Einordnung wieder aus, deshalb spricht die Kunst von Korab sofort an, deshalb entzieht sie sich einer leichtfertigen Akzeptanz, weil sie betroffen macht. Korab ist ein Denker hinter der Oberfläche, ein Maler der Akzeptanz und Verweigerung zugleich. Korab ist ein Künstler einer rationalen Irrealität, ein Historiker ebenso wie ein Futurologe. Korab ist Denker, Fühler ebenso wie Maler. Korab ist künstlerischer Missionär voller Wahrhaftigkeit. Er sieht, schaut, erfährt, er setzt um in der Verdichtung. Korab setzt Konzentrationspunkte, die nicht vom Format bestimmt sind, sondern von der thematischen Aufarbeitung. Das Große, die Landschaft, das Stilleben, das collagierte Relikt fließen ein in das kleine Format. Dieses ist Extrakt einer retinalen Meditation, die zur Besinnlichkeit aufruft. Dieser Aufruf ist zu sehen, weil er gehört werden muß.“

(Dieter Ronte)